BewusstseinsMedizin

Arbeiten mit biogenen Informationssystemen

Das Radionik Interview
mit Hermann Grösser

1. Was hast du vor der Radionik gemacht, wie ist dein Background.

Meine berufliche Laufbahn begann im Einzelhandel (Drogerie), gefolgt vom Großhandel (Pharma). Danach war ich einige Jahre beruflich und zu Sprachstudien im Ausland (England, Frankreich, Schweiz). Rückkehr nach Deutschland und Einstieg in einen multinationalen Chemiekonzern. Schwerpunkt meiner industriellen Arbeit lag im Bereich der Farbstoffchemie mit langjährigen Auslandsaufenthalten als Manager in Marokko und Südafrika. Das Eintauchen in fremde Kulturen und Sprachen führte zwangsläufig zu völlig neuen Erkenntnissen und zu einer erweiterten Weltsicht.


2. Wie bist du zur Radionik gekommen, was hat die Veränderung ausgelöst?

Ende der 1970er Jahre entdeckte ich in einer südafrikanischen Buchhandlung (Aquarian Bookstore, Hillbrow/Johannesburg) die ersten Werke über fernöstliche Philosophien, aber auch über Radionik, von der ich vorher nie etwas gehört hatte. Mein Interesse an dieser Methode stieg mehr und mehr, aber ich hatte enorme Schwierigkeiten, sie in mein vorerst noch stark naturwissenschaftlich ausgeprägtes Weltbild einzuordnen. Immer mehr wurde mir klar, dass die Welt im Kopf ist und jeder seine eigene (gefilterte) Sicht der Dinge hat (Abb. 1). Ein Besuch bei David Tansley in Chichester sowie Gespräche mit Leo Corté von den De la Warr Laboratories gaben mir weitere Hinweise, doch die Erkenntnis, dass Radionik eine reine Frage des Geistes und damit an das Bewusstsein des Anwender gekoppelt ist, kam erst später. Weitere Recherchen folgten und nach und nach erkannte ich die Bedeutung des Zusammenspiels von materieller Außenwelt und geistigen Innenwelt, die untrennbar miteinander verwoben sind (Abb. 2).

3. Wie ist deine radionische Entwicklung verlaufen, welche Stadien hast du durchlaufen?

Intensive Kontakte zu Therapeuten hatte ich ab Mitte der 1980er Jahre, und vor allem als ich mit Erich Rasche (Med-Tronik) zusammenarbeitete und während fünf Jahren den Vertrieb der MORA-Therapiegeräte leitete. Während dieser Zeit hatte ich Gelegenheit mit Hunderten von Therapeuten im In- und Ausland zu sprechen und viele bei Ihrer Arbeit zu beobachten bzw. mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie alle machten Radionik, nur wussten sie es nicht und hatten zum Teil auch andere Namen dafür, wie z.B.: "patienteneigene Schwingungen". Kaum einer machte sich seinerzeit Gedanken darüber, dass die Geräte im Grunde genommen nur materielle Repräsentanten eines geistigen Prinzips sind und nichts Anderem, als dem therapeutischen Ritual dienen, um die Selbstheilungskräfte freizusetzen. Auch heute, nach über dreißig Jahren glauben viele Anwender der Bioresonanztherapien an ein materielles Wirkprinzip.

Wie stark alles vom Bewusstsein des Anwenders abhängt, zeigt z.B. folgende Entwicklung: wie die Potenzierung zum Standard der Radionik gehört, so gehört die Verstärkung zu den klassischen Bioresonanzverfahren und war von Anfang an eine wichtige Komponente. Während das erste MORA-Gerät noch einen Verstärkungsfaktor von 500 hatte, ging man bei den späteren Modellen auf Faktor 100 zurück. Angeblich war der Faktor 500 zu hoch, so die Meinung der Anwender. Später mussten die Geräte sogar zusätzlich noch mit einer Abschwächung ausgestattet werden, um einer möglichen Anaphylaxie vorzubeugen.
Inzwischen hat sich der Trend wieder umgekehrt und man ist bei einer Verstärkung von einer Million angelangt. Vor allem mit MORA-Color sollen solch hohe Verstärkungen zu unglaublichen Erfolgen führen. Man verstärkt also eine immaginäre Größe, die nie in der Außenwelt greifbar ist. Diese Handlung stellt eine reine Operation des Bewusstseins dar. Hat ein Therapeut erst dieses Zusammenspiel von Physik und Metaphysik erkannt, wird er sich seines geistigen Potentials (d.h. der eigenen Schöpfungskraft) bewusst und kann in völlig neue Dimensionen aufsteigen.

Betont sei, dass gemäß meinen Beobachtungen und Untersuchungen sowohl die Bioresonanz, als auch die Radionik auf den selben Wirkprinzipien beruhen. Das haben natürlich auch andere erkannt, nicht von ungefähr wirbt heute die Mehrzahl der Geräteanbieter mit dem Begriff Bioresonanz, oft ohne nur eine der klassischen Funktionen der ursprünglichen Methode in das System integriert zu haben.

4. Was machst du heute in Sachen Radionik?

Derzeit befasse ich mich mit der Taoistischen Numerologie und den Möglichkeiten, deren Komponenten sowohl radionisch, als auch materiell einzusetzen. Die Verbindung von östlicher Naturphilosophie und westlichen Konzepten der Naturheilkunde erlauben synergistische Kombinationen, wie sie in dieser Form bisher wenig bekannt sind. Zusätzlich arbeite ich an der Erneuerung des Color Tuning Systems (CTS).

5. Wenn du nochmal neu mit Radionik anfangen würdest, was würdest du anders machen?

Das Leben ist vorwärts gerichtet und ein dynamischer Prozess, der oft erst in der Rückschau verstanden wird. Erfahrungen müssen persönlich gemacht werden, ein Rückwärtsleben ist in der Praxis nicht möglich. Somit würde ich vermutlich die selben Fehler (wenn es denn welche waren) machen. Trotzdem sind Erfahrungen anderer wertvoll und sollten in Betracht gezogen werden, was wiederum Kommunikation mit Gleichgesinnten heißt.

6. Was würdest du einem Anfänger raten, wie sollte er an die Radionik herangehen?

Möglichst frei von vorgefassten Meinungen und Glaubenssätzen an das Thema herangehen. Mit anderen Worten: Sich vorher gründlich informieren, was man mit Radionik machen kann und ergründen was das vermeintliche Wirkprinzip der Methode ist. Anbieter mit unseriösen Werbebotschaften lassen sich dadurch besser erkennen und die Spreu vom Weizen leichter trennen. Ebenso Firmen, die etablierte Termini der Physik missbrauchen und mit Worthülsen und Placebo-Argumenten auf Kundenfang aus sind. So behauptet z.B. ein klassischer Radionik-Hersteller dass sein Gerät ein Werkzeug zur bioenergetische Differentialdiagnostik und Bioresonanztherapie sei, ohne klassische Bioresonanz-Funktionen integriert zu haben. Gleichzeitig soll diese Firma seit 1947 führend in der "Quantum Response Technology" sein, obwohl der Begriff vor einigen Jahren noch gar nicht existierte und dazu noch von anderen übernommen wurde (siehe Katrin Klink, Das Bioenergiefeld des Menschen).

7. Welche Fehler sollte man als Anfänger vermeiden, was sind die Hauptfallen?

Den eigenen Fähigkeiten zu wenig trauen und den Werbebotschaften der Gerätehersteller zu viel Glauben schenken! Siehe dazu auch vorhergehende Frage.
Bei bildgebenden Dateien die suggestiven Fallen vermeiden, sie können Nocebo-Effekte hervorrufen. Die computergestützte Radionik ist keine Computertomographie (CT)! Zu beachten gilt ferner, dass eine Zertifizierung welcher Art auch immer keine therapeutische Erfolgsgarantie für bewusstseinsrelevante Systeme ist. Mit anderen Worten: Auch eine Gerätezertifizierung durch staatliche Stellen ist somit nur Sicherheits- und nicht Wirkungsbezogen.

8. Gib uns bitte einen Literaturtip.

Über Radionik ist nahezu alles geschieben und zahlreiche Bücher sowie Artikel in Fachzeitschriften, wie z.B. CO'MED veröffentlicht worden. Wichtig erscheint mir, die Bedeutung von Symbol und Ritual (Abb.3) zu erkennen. Ich empfehle deshalb auch Literatur über andere bewusstseinsrelevante Medizinsysteme, wie z.B. Akupunktur und TCM, die Sufi-Medizin oder über Schamanismus in seinen unterschiedlichsten Formen, zu lesen.

9. Die Radionik der Zukunft, wie wird sie deiner Meinung nach aussehen?

Die Werkzeuge des Bewusstseins sind immer an den vorherrschenden Zeitgeist und den jeweiligen Kulturraum gebunden. Ich glaube, es wird nach wie vor eine computergestützte Radionik sein (sollte der Begriff der Radionik à la long überleben), jedoch mit Funktionen, die Therapeuten mehr kreativen Freiraum lassen und gleichzeitig das Arbeiten wesentlich vereinfachen. Die moderne computergestütze Radionik ist meiner Meinung heute völlig überladen!

10. An welchem Projekt an welchen Projekten arbeitest du aktuell?

Es gibt mehrere Projekte, an denen ich zusammen mit Geschäftspartnern arbeite. Darunter fallen u.a. Methoden auf Grundlage der chinesischen Metaphysik, wie z.B. das Ling-Zhen Verfahren sowie dessen Kombinationsmethoden, die Elemente westlicher und östlicher Naturheilverfahren beinhalten und nicht zuletzt auch ein neues modernes Color-Tuning-System.

Abbildungen:

Abb.1 Die Welt im Kopf
Abb.2 Die Konstruktion der Wirklichkeit
Abb.3 Symbol und Ritual

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